Für viele Frauen und Männer ist es eine Selbstverständlichkeit, sich zu rasieren. Seien es die Arme, die Beine, die Achseln oder der Intimbereich. Besonders in den Sommermonaten Juni, Juli und August legen die beiden Geschlechter viel Wert auf haarfreie und glatte Haut. Aber auch in den verbleibenden Monaten ist Rasieren ein fester Bestandteil des körperlichen Pflegerituals.
Es gibt allerdings noch andere Methoden, um die lästigen kleinen „Biester“ loszuwerden. Das Bekannteste ist wohl das Rasieren. Danach folgen ganz dicht die Haarentfernung mit Wachs und das schmerzhafte Epillieren. Bei dieser Enthaarungsmethode wird das Haar mitsamt der Wurzel entfernt. Der Nachteil bei dieser Methode ist, dass die Haare eine bestimmte Länge brauchen, damit alle Haare wieder weg gehen. Außerdem ist diese Behandlung schmerzhaft.
Eine andere Möglichkeit, lästige Haare über einen längeren Zeitraum zu entfernen, ist die IPL-Methode (engl. Intese Pulsed Light). Diese Methode ist die Weiterentwicklung von der Lasertechnologie. Sie ist schonend und die Risiken sind sehr gerring. Bei dieser Technologie werden die Haarwurzeln verödet, das heißt, sie werden durch den Lichtimpuls auf circa 70 Grad erhitzt und werden somit verbrannt. Die abgestorbenen Wurzeln werden dann über das Lymphsystem im Körper abtransportiert und ausgeschwemmt. So ziemlich alle Regionen können behandelt werden.
Am Besten geeignet für die dauerhafte Haarenfternung mittels IPL sind die Personen, die dunkle Haare und helle Haut haben. Der Lichtimpuls reagiert auf das im Haar enthaltene Melanin (Farbstoff). Der dunkle Farbstoff absorbiert die Energie des Lichtimpulses und leitet diesen in die Wurzel weiter. Diese wird durch die enorme Hitzentwicklung, wie oben schon erwähnt, verbrannt. Blondes, rotes, graues oder auch Flaumhaar lassen sich generell damit nicht entfernen. Die Behandlungsanzahl variiert je nach Hauttyp und Haardichte, aber in der Regel sind 6 bis 8 Behandlungen nötig, um die meisten Haare zu entfernen. Diese vielen Behandlungen kommen dadurch zustande, weil nicht alle Haare aktiv mit der Wurzel verbunden sind. Das heißt, es können nur die Haare entfernt werden, die sich in der Anagenphase (Wachstumsphase) befinden. Dies sind circa 15 – 20% der Haare.
Diese Haare sind dauerhafte verödet und kommen nicht mehr wieder. Die übrigen Haare, die sich in der Katagenphase (Ruhephase) oder in der Telogenphase (Ausfallohase) befunden haben, kommen nach einer bestimmten Zeit wieder. Die Behandlungsabstände variieren zwischen 4 und 12 Wochen, je nach Körperregion. Beim Gesicht beträgt der Behandlungsabstand 4 – 6 Wochen, bei Brust, Bauch, Achseln, Bikini-Intim, Rücken, Schultern und Nacken beträgt er 6 – 8 Wochen und bei Armen und Beinen beträgt die Wartezeit für die nächste Behandlung 10 – 12 Wochen.
Diese Behandlungsabstände sollten auf jeden Fall eingehalten werden, da die Behandlungen sonst nichts bringen. Man sollte erst die nächste Behandlung antreten, wenn wieder Haare nachgewachsen sind. Dies kann je nach Behandlungsanzahl mehrere Monate dauern.
Während der Behandlung sollte man die Haare nicht von der Wurzel trennen, dass heißt nicht wachsen, nicht zupfen, nicht eppilieren, keine Entharrungscreme benutzten und nicht blondieren. Rasieren ist angesagt! Auch sollte man darauf achten, dass man keine Medikamente einnimmt, die die Haut lichtempfindlich machen, wie zum Beispiel Cortison, Antibiotika, Johanniskraut,… Es kann zu leichten bis schweren Verbrennungen kommen. Und damit wären wir bei dem wichtigsten Thema: Die Haut sollte nahezu weiß sein. Dass heißt keine Sonne (für mehr als 3 Monate), kein Solarium (für mehr als 3 Monate) und kein Selbstbräuner.
Bei gebräunter Haut können Verbrennungen entstehen. Der Lichtimpuls, wie oben schon erwähnt, reagiert auf den Farbstoff Melanin, der sich (durch Sonne, Solarium oder Selbstbräuner) in der Haut und von Natur aus in den Haaren befindet. Wenn der Lichtimpuls jetzt auf die gebräunte Haut mit den dunklen Haaren trifft, kann er nicht mehr unterscheiden, was Haut und was Haare sind. Dadurch entsteht die Verbrennung. Zum Schluss ist zu sagen, dass es keine wirklich dauerhafte Lösung gibt, die Haare für immer weg zu bekommen. Auch kann man keine Garantie geben, dass die Haare über einen gewissen Zeitraum, zum Beispiel für 5 Jahre, weg sind. Es gibt so viele inaktive Haarfollikel im menschlichen Körper, die durch einen Hormonumschwung (zum Beispiel durch eine Schwangerschaft, durch Einnahme von Hormonen oder den Wechseljahren) aktiv werden können, dass man bei solchen Garantien besser vorsichtig sein sollte.